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Hammerzehe, Krallenzehe
Als „Hammerzehe“ wird eine Deformierung der 2. bis 5. Zehen bezeichnet, bei
der die Zehe zur Fußsohle hin verkrümmt ist. Es können eine oder mehrere Zehen
betroffen sein; ebenso variiert die Anzahl der beteiligten Gelenke. Die
Krümmung wird durch eine Beugung des Zehenmittelgelenks und/oder
Zehenendgelenks hervorgerufen; gleichzeitig kann das Zehengrundgelenk gestreckt
sein.
Hammerzehen kommen häufig bei einem Spreizfuß vor. Ursache ist eine
Streckfehlstellung des Zehengrundgelenks sowie eine Fehlstellung des mittleren
Zehengelenks oder Endgelenks, die durch eine Sehnenverkürzung und eine
Gelenkkapselschrumpfung in eine Beugestellung gezwungen werden. Durch diese
Deformierung bilden sich leicht Schwielen (Hühneraugen) sowie eine starke,
schmerzhafte Verhornung über dem Mittelgelenk und an der Zehenkuppe.
Je nach Grad der Gelenkbeweglichkeit der Kleinzehen werden verschiedene
Typen unterschieden:
Eine Hammerzehe, die per Hand gestreckt bzw. wieder in die gestreckte Position
zurückgestellt werden kann, wird als „flexibel“ oder „weich“ bezeichnet.
Eine „rigide“ oder „fixierte“ Hammerzehe besteht, wenn die betroffene Zehe –
infolge einer Schrumpfung der weichen Strukturen um das Zehenskelett – nicht
mehr in die ursprüngliche Position zurückgeführt werden kann.
Hammerzehen sind vor allem im fortgeschrittenen „fixierten“ Stadium sehr
schmerzhaft und behindern den Betroffen beim Gehen oft erheblich. Es besteht
zudem die Gefahr, dass die Druckstellen zu offenen Wunden führen, die sich
infizieren können. Im Extremfall rutscht die Zehe aus dem Gelenk auf die
Fußrückenseite (Zehen-Grundgelenkluxation).
Die operative Therapie zu Kleinzeh Deformitäten kann hier nachgelesen werden.
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